FORSCHUNG

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FORSCHUNG AN UND IN DER BLACK KIT

Das wissenschaftliche Potential des PERFORMER’S ARCHIVE verhält sich synchron zur potentiellen Wirkung menschlichen Handelns und Tuns und beinhaltet Erkenntnisse ebensolcher Intensität.

EIGENSCHAFT DES ARCHIVS

Wesentlich ist, dass das Archiv nur als ein Ganzes für die Forschung sinnvoll ist und dass es nur so im Performance Netzwerk seine Wirkung entfalten kann und entfaltet.
 Der Bestand wird zu einem „Werkzeug-Netzwerk“ innerhalb internationaler Performance Art Netzwerke und sich auch in Zukunft weiter lebendig entwickeln.

LEISTUNGEN & FUNKTION DES ARCHIVS

Das Performer’s Archive wird weiterhin und zukünftig für Forschung und Bildung verfügbar sein und in die Kanäle der globalen Informationssysteme eingebunden. Auftrag des Archivs: es werden KünstlerInnen und TheoretikerInnen eingeladen, geeignete Bedingungen und Medientechniken zu finden, um BLACK KIT als stetes Archiv heiß zu halten.

ÖFFENTLICHKEIT

Durch koordinierte Öffentlichkeitsarbeit: Präsentation im Internet, Anbindung an soziale Netzwerke, Kontakte zu Kultur- und Bildungsinstitutionen, Presse- und Medienarbeit werden das Archiv der Aktions Kunst als eigenständige und gleichberechtigte Kunstgattung zu wachsender Geltung verhelfen.

GASTLICHKEIT & LEBENDIGKEIT

Das Archiv wird die Residenz für Gäste ermöglichen. Neben dem Besuch im Archiv gibt es die Möglichkeit an diversen Projekten der Performance Art zu partizipieren. Das Art-Lab PAErsche ist eine Plattform der praktischen Forschung.

FORSCHUNG IN THEORIE UND PRAXIS

Ermöglichung des Kernbetriebs des Archives.Generierung eines vernetzten Wissensstandes. Generierung der Vernetzung zwischen den KünstlerInnen, TheoretikerInnen, Organisationen und Formen der Präsentationen. Generierung der Vernetzung zwischen anthropologischen, ethnographischen Themen und Performance Art relevanten Handlungen und Aktionen.Kontextualisierung.

SCHWEBENDE UNBESTIMMTHEIT IN WIRKENDE BESTIMMTHEIT ÜBERFÜHREN

Eine langfristige Finanzierung der Räumlichkeiten inklusive der notwendigen Betriebskosten.
Eine archivarischen Fachkraft
.
Ein Träger, der dem Archiv als Basis bereitsteht (öffentlicher oder privater Verein oder Stiftung).
Die Möglichkeit ständigen Austauschs mit Kultur- und Bildungsinstitutionen
.
Effektive permanente Öffentlichkeitsarbeit und kontinuierliche Kommunikation nach Außen.
Definitionen diverser, nach Bedarf Ad Hoc einsetzbarer, temporärer Finanzierungsmöglichkeiten.
Crowdfunding, private und öffentliche Sponsoren etc.

VERWIRKLICHUNGEN

Erstellen einer Datenbank. Anstehend ist eine enzyklopädische Zusammenführung der umfangreichen Indices, die wiederum eine schnelle Suche mit hoher Treffer-Quote ermöglicht.
Datenbankpflege
: Fachgerechte Lagerung, Bestandserweiterung und -aufarbeitung.
Konservierung der Materialien und Relikte
.
Erweiterung des Bestandes: Recherche, Erwerb und Integration von neuen Materialien wie Dokumente, Bücher, Kataloge, Photos, Video’s etc.
Digitalisierung der analogen Medien (Texte, Video- und Audiobänder etc.). Rettung / Konservierung digitaler Medien
.
Integration anderer Archive.

3 ERWARTUNGEN SIND ZU ENTSPRECHEN

a – Eine umfassende Einsicht in die Phänomene der Performance: begrifflich, historisch, epistemologisch.

b – Die Verfügbarkeit gewährleisten und für eine zukünftige Lehre die Grundlagen bilden. Angestrebt ist, das Archiv soweit in seiner Funktion zu festigen, dass es in diverse Forschungszusammenhänge gesetzt wird und pädagogischen Aktivitäten voll zur Verfügung stehen kann.

c – Performance und Performance Art sind in den größeren Zusammenhang ethnographischer und anthropologischer Sicht zu setzen. Augenscheinlich ist Performance wesentlich eine präkulturelle Technik, deren Erscheinungsformen in unzähligen Kulturen vorzufinden ist und Handlungsformen, Aktionen impliziere, die tiefer und umfassender die Kommunikation zwischen den Menschen erschafft und fördert.

BEGRIFFSGESCHICHTE

Öffentlichkeit, Lehre, Kooperation, Urbanität, Intervention, Auftritte: diese weitgefächerte Praxis von TheoretikerInnen und KünstlerInnen stellen hybride Grenzbereiche zur Performance und Performance Art her. Das Feld dieser Forschung umfasst neben dem Aufspüren der Begriffe die Analyse von Namensgebung, den Verlauf der Begriffsgeschichte bis heute, die Bedeutungsgeschichte und den Gebrauch oder Tod des Begriffs. Abgrenzung und Übergange zwischen den Begriffen ist zu verdeutlichen. Diese Grenzbereiche sind kontextuelle Sichtweisen, die sich auf ca. 260 (Stand 2016) Unterbegriffe der Performance und Performance Art stützen.

DAS KONTEXT- DIAGRAMM

In dem Diagramm „Kontext in Performance, Performing Arts und Performance Art“ von Gerhard Dirmoser sind die kontextuellen Beziehungen zwischen 900 KünstlerInnen und 400 Theoretikern gefasst. Über Jahre hin begleitend hat G. Dirmoser u.a. Diagramme über Tun (Verben) und Atmosphäre (Emotion – Motiv und Wesen einer Aktion) und Material erstellt. Genauere Analysen führten zu Sub-Diagrammen um spezielle Fragen und Sichten zu verdeutlichen.

PRÄSENTATIONEN

MAERZ – Linz/A

Die auf dem Boden Liegenden, liegen Gelassenen war die erste Ausstellung im Jahr 2013 und war Modell und Pilotprojekt für ein riesiges Arbeitsfeld zwischen Performance und ethnographisch /anthropologischen Studien. Im kulturellen, wissenschaftlichen und experimentellen Kontext archiviert es Dokumente menschlicher Handlungen weltweit, auf allen Ebenen des öffentlichen Raums und in sämtlicher Vielfältigkeit täglichen Lebens. Ausgangspunkt war der menschliche Leib und sein Körper. Von den Haar-Spitzen bis zu den Zehen-Nägel wurden die Glieder, die leiblichen, wachsenden, fließenden Teile, inneren Organe, Flüssigkeiten, Sekrete, sowie Oberflächen untersucht, die als Material in diversen Performances eingesetzt und Bild-wirkend sind. Photographische Dokumente aus dem Bestand der BLACK KIT wurden mit dem Materialien von eingeladenen KünstlerInnen zu einer Gesamtsicht geordnet und gebildet.

VISIT: THE LYING ON THE FLOOR ABANDONED TO LIE

KÜNSTLERFORUM – Bonn/D

Im Jahre 2015 gab es die zweite Ausstellung. Ca. 3000 Dokumente füllten den Ausstellungsraum des Künstlerforum Bonn. Es wurden wieder Dokumente aus dem ethnographischen Bestand der BLACK KIT und von eingeladenen KünstlerInnen zusammengestellt. Richtlinie war diesmal die Untersuchung: Liegen-Sitzen-Stehen-Gehen-Springen-Fliegen-Fallen / Was Menschen so tun und wie

VISIT: LIEGEN SITZEN STEHEN GEHEN SPRINGEN FLIEGEN FALLEN – WAS MENSCHEN SO TUN UND WIE

 
 
 

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